Samstag, 9.5.2015 – 1. Brucker Blues Challenge

1. Brucker Blues Challenge – powered by WINWIN

Am 9. Mai spielen bei der ersten Brucker Blues Challenge vier Bands um einen garantierten Startplatz beim 7. Brucker Bluesfestival (26./27. Juli 2015).

Am “Hopfnbod’n” des Gasthauses “zur Linde” – Christof Kimmelmann
Wiener Gasse 1, A-2460 Bruck/Leitha (NÖ)
18.00 Uhr – Einlass & Gastro
Livemusik ab 19 Uhr
Die vier Finalisten (in alphabetischer Reihenfolge):
Juraj Schweigert & The Groove Time
Kutscher’s Blues Band
Miss Kaytie
SuburbCrew


JURY:

Hermann Posch
(Sänger, Gitarrist, Komponist)

Christian Sandera
(Einer der besten österreichen Mundharmonikaspieler)
Stephan Gleixner
(Sänger, Produzent, Komponist, Coach,
Unterricht am IPOP an der Musikuniversität Wien, DIE ECHTEN, Yves Blues)
Ullrich Baer
(Austro-Pop-Künstler, Gitarrist bei A3: Ambros, Fendrich, Danzer)
Serafia Myriknopoulou
(Leiterin Anton Stadler Musikschule Bruck/Leitha)
Robert Pistracher
(gefragter Studiobassist aus Wien, Ex-Bassist
Falco, Lehrer an der Anton Stadler Musikschule Bruck/Leitha)
Michael Höglinger 
(Gitarrist bei Andy Lee Lang, ORF-Studiomusiker, Lehrer an der Anton Stadler Musikschule Bruck/Leitha)
Markus “Mex” Mattle
(Tontechniker, Soundstudio, Bassist)

Otto Havelka
(Kulturredakteur Niederösterreichische Nachrichten)
Josef Stolawetz 
(Fachpublikum, Erfinder des Namen “Wienergassenblues“).

Eintritt: 12,-*) (VVK 8,-), Schüler, Studenten, GW-Zivildiener:5,-
VVK bei Bluesfriends Bruck (info(at)wienergassenblues(dot)at oder +43650-9821730), WINWIN, American Bar TARO, Sparkasse Bruck, Raiffeisenbank Bruck-Carnuntum.
*) inkl Gratisgetränk
Sitzplatzreservierung möglich und empfohlen! (Info(at)wienergassenblues(dot)at oder +43650-9821730)

Wienergassenblues 2014

In Bruck regiert der Blues

Festival | Das 6. Brucker Blues-Festival bot ein abwechslungsreiches Programm mit einigen Highlights.
Sein Auftritt war – zumindest für Freunde des Blues – mit Sicherheit der Höhepunkt des diesjährigen Festivals: Der US-Amerikaner Big Daddy Wilson lebt den Blues. Wenn der korpulente Bluesman mit Hut und Gitarre breitbeinig auf der Bühne Platz nimmt und mit seinem dunklen Bariton in „Hard days work“ die Arbeit auf den Tabakplantagen in North Carolina besingt, dann lässt er auch die Zuhörer die Mühen der Landarbeiter spüren. Und wenn er den „Texas Boogie“ über eine 350 Pfund schwere Schönheit auf der Tanzfläche anstimmt, ist das ebenso authentisch wie die intime Liebeserklärung „Anna Mae“. Großartig begleitet wurde Wilson von Blues-Gitarrist Ripoff Raskolnikov und seiner Band.
Ein erfrischendes Kontrastprogramm präsentierten „Chino & The Big Bet“. Der in Spanien lebende Argentinier Hernen Senra (alias „Chino“) ist hierzulande ein noch unbeschriebenes Notenblatt. Vor einem Jahr belegte er mit seiner Band bei der „European Blues Challange“ in Toulouse aber den zweiten Platz. Das Trio besteht nicht nur aus exzellenten Musikern, sondern es beweist auch Witz: Ein bisschen Swing, ein bisschen Jazz, ein bisschen Nostalgie- Sound der 30er Jahre – und dazwischen geht die Post ab.
Dass die beiden Musikabende am Freitag und Samstag wohltuende Festival-Atmosphäre boten, hatte neben den beiden Highlights auch noch viele andere Gründe. Zum einen wurde das Programm mit insgesamt acht Bands stringent durchgezogen, zumal um Mitternacht laut Vorgabe der Gemeinde mit der Musik Schluss sein musste. Zum anderen wurde von allen Formationen wirklich gute Musik geboten. „Mark & Friends“ mit den Brüdern Markus und Roland Stinauer begeisterte erneut mit dem Gesangsduo Raphael Widmann und Dorina Garuci. Die Hermann Posch Blues Band legte ordentlich nach, überraschte mit einer feinen Nummer der Jazz-Legende Miles Davis und setzte mit der Zugabe „She´s the devils woman“ einen herrlich fetzigen Schlusspunkt. Stimmungsvoller Abschluss des ersten Abends: Die „Präsidenten“ in weißen Sakkos – unter ihnen auch der Brucker Musiklehrer Manfred Kröpfl – servieren Rock´n´roll vom Feinsten. Von B. B. King bis ChuckBerry, von Elvis bis J. J. Cale.Erlebenswert war auch der Auftakt am Samstag mit „Reverend Frank TT und Bayou Drive“. Reverend Frank ist nicht nur optisch ein Erlebbnis. Sein ausdrucksstarker Blues- und Bikerrock, versetzt mit einigen Funk-Akzenten, kann sich gerne hören lassen. Schwer hatte es die junge Hardrock-Truppe „The Veins“ als letzter Act. Aber nach Big Daddy Wilson hat man´s eben schwer.
Otto Havelka, Kulturredakteur NÖN

Wienergassenblues 2013

5. Brucker Bluesfestival powered by WINWIN – ein Rückblick

28.+29.6.2013 – zwei Tage lang beste Stimmung, gutes Wetter, ausgezeichnete Bands, eine schöne und unfallfreie Harley- und Bikerausfahrt. Bluesherz, was willst Du mehr.

Die Bluesfriends Bruck rund um Wolfgang Stinauer und Thomas Bauerorganisierten jetzt zum 5. Mal das zwischenzeitlich über Österreichs Grenzen hinaus bekannte Bluesfestival, den „Wienergassen-Blues“.

Unterstützt von den zahlreichen Sponsoren, allen voran WINWIN, einem Unternehmen der Casion-Austria-Gruppe, welche einmal mehr als großer Förderer der heimischen Kulturlandschaft in Erscheinung trat, der Stadtgemeinde Bruck und vor allem einem engagierten Team der Bluesfriends Bruck. Ganz besonders hilfreich auch das Mitwirken des Rotary-Clubs Bruck-Neusiedl bei der Tombola und des Pachfurther Bikerclubs Mohawk MC beim Auf- und Abbau, als Security und als Sicherheitsteam bei der Bikerausfahrt.

Den musikalisch gelungenen Anfang machten die Jüngsten, die Anton Stadler Allstars vor den Brucker Blueshaudegen Riding Notes reloaded mit den blendend disponierten Gastgitarristen Bruno Moebius und Lukas Schildberger, danach die stimmgewaltige Susanne Plahl mit spielfreudiger Band und als Abschluss am Freitag, druckvoll und sehr rockig, die Bottles. Den Samstag eröffneten das Bruno Moebius Blues Project.”Slowhand” Bruno Moebius wurde gitarrenmäßig hierbei von dem gut gelaunt aufspielenden Markus Stinauer unterstützt. Charismatisches Auftreten, akustische Gitarre, eine ausdrucksstarke Stimme und gute Songs – Hank Davison begeisterte das Publikum. Leidenschaft, Humor, excellentes Gitarrenspiel und einer gefühlvoller Stimme- das war danach „Sir“ Oliver Mally. Den würdigen Abschluss am Samstag setzte Meena Cryle & The Chris Fillmore Band mit einem Hörgenuss vom Feinsten

Unter dem wirklich zahlreich erschienen Besuchern aus allen Teilen Österreichs konnten auch so manche Gäste aus Deutschland und Ungarn angetroffen werden, die extra zum Brucker Bluesfestival angereist waren. So konnten auch die Nächtigungszahlen am Blueswochenende in Bruck deutlich angehoben werden. Vor allem ein Journalistenteam aus dem Ruhrpott machte sowohl im Vorfeld als auch mit einem schönen Konzertbericht wirklich positive Stimmung für Bruck und den „Wienergassen-Blues“. (nachzulesen auf www.revier-mucke.de)

Vielen Dank auch an unsere Freunde von www.okitalk.com, die den Wienergassenblues (am Freitag audio, am Samstag audio und video) ins “WorldWideWeb” übertragen haben. Folgende Länder waren online beim 5. Brucker Bluesfestival mit dabei: Ungarn, Montenegro, Indien, Peru, Indonesien, Brasilien, Bulgarien, Irland, Serbien, Finnland, Ägypten, Ukraine, Holland, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Griechenland, England, Portugal, Schweiz, Türkei, Polen, Deutschland, Kanada, USA, Italien………….(Wolfgang Stinauer)

 


 

Blues made in Austria 5. Brucker Bluesfestival 2013-06-28./29.

Geschrieben von: Peter Altenkirch / www.reviermucke.de
Wie bereits im Vorfeld berichtet, hatten wir das große Vergnügen, das 5. Brucker Bluesfestival oder auch Wienergassen-Blues genannt, livehaftig mit erleben zu dürfen. Die Bluesfriends Bruck rund um Wolfgang Stinauer und Thomas Bauer organisierten jetzt zum 5. Mal das zwischenzeitlich über Österreichs Grenzen hinaus bekannte Bluesfestival. Obwohl Anfragen vieler Blueskünstler aus Kalifornien bis Schweden vorlagen, konzentrierten sich die Brucker Bluesfreunde mit nicht unwesentlicher Unterstützung von WINWIN, einem Unternehmen der Casino-Austria-Gruppe, auf die Förderung der heimischen Blueskulturlandschaft.
Gestartet wurde am Freitag, den 28.06. um 18.30 mit der Anton Stadler All Star Band im romantischen Barockgarten des Gasthaus zur Linde. Zu dieser “frühen” Stunde hatten sich schon einige hundert gutgelaunte Bluesliebhaber voller Vorfreude ob der kommenden Ereignisse eingefunden. Sie wurden nicht enttäuscht. Die Sonne strahlte, das angebotene Catering fand guten Zuspruch und gegen evtl. Mückenangriffe lagen Verteidigungsmittel bereit. Wer den Film School of Rock kennt fühlte sich beim Auftritt der Anton Stadler All Star Band  unwirklich an diesen Streifen erinnert. Wie  Jack Black im Film hat  Claudius Jelinek, seines Zeichens Musiklehrer der  Stadler Musikschule Bruck, aus verschiedensten Klassen diese All Star Band , Alter zwischen 10 und 20 Jahre, die einige Klassiker der Blues und Rockgeschichte vortragen durften, zusammengestellt. Sehr sympathisch und ein gelungener Auftritt, der wie im Film nicht nur von seiten der Angehörigen großen Zuspruch erhielt.
Nach einer kurzen Umbauphase enterte die Sextett Formation Riding Notes die Bühne. Die Jungs machten richtig Dampf. Gut gelaunt und mit großer Wucht haute die Band verschiedenste Rock und Bluesklassiker raus. Bemerkenswert die tolle Gitarrenarbeit der Herren Moebius und Schildberger an ihren 6saitigen Arbeitsgerät. Das Keyboard von Gerald Straus ( ja, dieser Herr wird nur mit einem S geschrieben) brachte die nötige Tiefe und  viel  Bewegung in die Songs. Die Gesangseinlagen von Herrn Straus waren, ebenso wie die  Leistung  des engagiert vortragenden  Leadsängers Daniel Hejda  a la bonheur, wobei jedoch Joker von der Steve Miller Band in Mundart gesungen doch recht gewöhnungsbedürftig war.
Als sich die Abenddämmerung langsam über den Bluesgarten ausbreitete spielte Susanne Plahl & The Lightning Rod auf. Gleich zu Beginn ließen die einleitenden kreativen Takte der Band aufhorchen und vermuten, daß  hier ein besonderer Hörgenuss das Volk betören wird. Und so war es auch. Anfangs noch etwas zurückhaltend legte die in heimischen Gefilden bestens bekannte Sängerin mit zunehmender Spieldauer richtig los. Ob Ballade, Rockkracher oder bluesig, Susanne überzeugte mit ihrer facettenreichen und inbrünstigen Performance und ließ dabei noch locker ihre Vocals über mehrer Oktaven erstrahlen. Kongenial unterstützt wurde sie  von ihren Mitstreitern Georg Berner am Bass, Florian Tuchacek am Schlagwerkzeug und Tom Bayer an der Gitarre, der, ohne die Künste der Rhythemkollegen schmälern zu wollen, ein ganz dickes Lob für seine tolle Gitarrenarbeit  verdient. Ganz großes Kino. Es hat riesigen Spass gemacht, diese Band live zu erleben. Nicht umsonst wurde Susanne im Zuge der Veröffentlichung ihres ersten Silberlings “Brand New Recipe” im Jahre 2010 im Concerto Poll als beste Bluessängerin gekürt.
Um 22.20Uhr läuteten dann The Bottles den Schlussakkord dieser Bluesnacht ein. Nicht still oder schüchtern, sondern laut und druckvoll. Mehr Rock statt Blues, aber voll den Nerv der Anwesenden treffend, haben die Grooves und der treibende Rhythmus das Volk zur Bühne getrieben wo spätestens zu Key to the Highway das Tanzbein und die ein odere andere Hüfte geschwungen wurde. Große Klassiker, druckvoll und mit viel Spielfreude dargeboten ließen die Bottles bis Mitternacht die Sau raus. Toll.

29.06. Tag 2 des Wienergassenbluesfestivals startete um 15.00Uhr mit einem Harley & Biker Treffen nebst Sternfahrt rund um Bruck und Umgebung. Wieder ist alles perfekt organisiert. Strahlender Sonnenschein, keine rote Ampeln oder sonstige verkehrsbehindernde Schilder begrenzten das Fahrvergnügen der 122 Biker, welche dann auch zahlreich  gegen 18.30Uhr die zur Festivalmeile umgebaute Wienergasse besuchten. Das Bruno Moebius Blues Projekt spielte zum Auftakt dieses Festivaltages  verschiedene Bluesstandards.  “Slowhand” Bruno Moebius wurde gitarrenmäßig hierbei von dem gut gelaunt aufspielenden Markus Stinauer unterstützt. Die Klassiker kamen gut rüber. Zu den Anfangsklängen von Sweet Home Chicago wurde sogar Punkt 19.00Uhr die Kirchenglocken geläutet. Aber gerade bei diesem Song konnte der junge Sänger seine Ausbildung zum Musicalsänger nicht verleugnen. Stimmlich sehr gut artikuliert passte es aber nicht so ganz zur bluesigen Rockstimmung. Aber der Junge ist auf den richtigen Weg.
Als nächstes erfreute Hank Davison das Publikum. Wie der Name schon vermuten läßt, ist Hank in der internationalen Motorradszene kein Unbekannter. Seit über 20 Jahren war die Hank Davison Band on the Road  und hat sich mit ihren erdigen Rocksound und Hanks außergewöhnlichen Rockröhre  zur Bikerband Nr. 1 entwickelt. Aktuell ist Hank jedoch auf Solopfaden zu den Wurzeln des Blues und Country/Rock/Blues zurück und überzeugt nicht nur durch sein charismatisches Auftreten das begeisterte Publikum. Akustische Gitarre, eine ausdrucksstarke Stimme und gute Songs. Was will man mehr.
In diesem Sinne ist auch der Auftritt von “Sir” Oliver Mally zu sehen. Drowning in Blues sein Motto. Das passt. Ausgestattet mit Leidenschaft, Humor, excellentem Gitarrenspiel und einer gefühlvollen, mal klagender, mal herrischer, mal liebevoller aber immer angenehmen Stimme bringt  der “Sir” anspruchvolles Liedgut unters Volk, welches nicht müde wird, diesem außergewöhnlichen Künstler zu lauschen. Sehr schön und nachhaltig berührend.
Nach einer längeren Umbauphase, die die Bluesfreunde dazu nutzten, die ersten Gewinner der Tombola, deren Erlös zu einem Drittel an  ein Sozialprojekt gehen (Respekt), zu ermitteln, wurde das 5. Brucker Bluesfestival zum Abschluss mit dem Auftritt der Meena Cryle & Chris Fillmore Band kurz vor 23.00Uhr gekrönt.
Begleitet wurde die Meena Cryle & Cris Fillmore Band diesmal von dem Keyboarder Roland Guggenbichler, der auch schon beim “Nachmittagskonzert” der Band in Wien mitaufspielte. Obwohl die Band schon einen ereignisreichen und stressvollen Tag hinter sich hatte, freuten sich alle auf diesen Auftritt. Meena lobte das Ambiente und den Wohlfühlcharakter in Brück und freute sich insbesondere darauf hier  “open air” auftreten zu können.
Es folgten 2 Stunden Hörgenuss vom Feinsten. Über die Wiener Gasse wurde ein breit gefächertes musikalisches Sprektrum gelegt. Soul, Rock, Rhythm´ Blues,  Swampmusic, Southernrock und natürlich der Blues als grundlegendes Triebwerk für Meenas ausdrucksvolle Gesangsvorstellung. Einige Songs erzählten von Leid und Schwerz, andere von Liebe, Sehnsucht, Verlust und Freude. Meena gelingt es, dank ihrer wandlungsfähigen Stimme und außergewöhnlichen Bühnenpräsenz all dies leidenschaftlich und authentisch zum Ausdruck zu bringen. Meena hat ihr Herz am rechten Fleck und gewährt uns mit Hilfe der Musik Einblicke in ihr Seelenleben. Ein mehr als liebenswerter Vertrauensbeweis. Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch das geniale Spiel der Chris Fillmore Band. Gleich zu Beginn des Konzertes durfte Roland sein Können am Keyboard  zeigen. Ausgelassen und schwungvoll bearbeitete er sein Spielgerät. Klasse. Marlene Lacherstorfer am Bass nutzte ebenfalls die ihr eingeräumten Freiräume zu außergwöhnlichen Bassläufen. Sehr beeindruckend. Frank Cortez, tja, was soll ich sagen: Souverän und charmant- er hatte stets alles im Griff. Das Chris ein großartiger Gitarrist und Komponist ist, ist kein Geheimnis mehr. Manchmal wirkt er etwas zurückhaltend. Aber das täuscht. Mithilfe seiner excellenten Gitarrenarbeit webt er Soundgebilde von besonderer Art und Güte. Ob Dobro, elektrisch mit und ohne Bottleneck-einfach herausragend. Zur Zugabe gesellte sich noch Markus Stinauer auf die Bühne und brachte sich und seine Gitarre sicher und gut ins Geschehen ein. Ein tolles Konzerterlebnis.
Um ein Uhr in der Früh ging dann das 5. Brucker Bluesfestival zu Ende. Während nach dem Konzert noch ein wenig Smalltalk durch die Gasse wehte, waren viele fleißige Helfer schon damit beschäftigt, die Bühne, Theken und Sitzbänke etc. wegzuschaffen. Zum Morgengrauen musste die Wiener Gasse wieder ihrer “normalen” Bestimmung zugeführt werden.
Ein tolles Festival, welches ohne die engagierte Arbeit der Brucker Bluesfriends, des MC Mohawk, der Stadtverwaltung und Werbegemeinschaft Bruck und natürlich allen voran der Herren Wolfgang Stinauer und Thomas Bauer nicht möglich gewesen wäre. Vielen vielen Dank auch noch einmal für die außergewöhnliche Gastfreundschaft.
P.S. Revier-Mucke wird natürlich den Kontakt zu den Bluesfriends Bruck aufrecht halten und weiter intensivieren.
(Peter Altenkirch / www.revier-mucke.de)

Jack Daniel’s Blues Night 2012

EINFÜHLSAMER BLUES UND HOCHKLASSIGER BLUESROCK!

13.10.2012 – 3.Jack Daniel’s Blues Night powered by WINWIN am “Hopfnbod’n” im “Gasthaus Zur Linde”

– voll gefüllter “Hopfenbod’n” mit gewohnt urigem Ambiente
– wie immer hochwertige Tontechnik durch Markus “Mex” Mattle.
– Saal vom WGB-Verein hervorragend dekoriert und aufgebaut
– erfreulich pünktlicher Beginn um 19.30.
– Die Platzhirschen Riding Notes reloaded gaben einen Querschnitt ihres grandiosen Programms vor dem bereits enthusiastischem Brucker Publikum, einfühlsamer Blues von Bruckern für Brucker, ein Heimspiel der Extraklasse.
– Roadhouse, diesmal um einen weiteren grandiosen Gitarristen erweitert, brachten bereits zum dritten Mal Bruck zum Beben, völlig neues Programm, hochklassiger Bluesrock, mit viel, viel Herz von Könnern der Extraklasse präsentiert,
– Gerda und ich freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung.
– die Anreise aus Graz hat sich für uns mehr als gelohnt!
Liebe Grüße, Christian
(Christian Prechtl)

Wienergassenblues 2012

„THE BLUES IS ALRIGHT“

WIENERGASSENBLUES / Hochsommerliche Temperaturen, Blues in alles Facetten und hervorragende Musiker sorgten für heiße Abende beim 4. Brucker Bluesfestival am 29. und 30.Juni 2012.

BRUCK / Die „Bluesfriends Bruck” rund um Wolfgang Stinauer und Thomas Bauer dürfen zufrieden Bilanz ziehen: Das 4. Brucker Bluesfestival war ein erfolgreiches Fest: Ein abwechslungsreiches musikalisches Programm, in dem die mannigfaltigen Facetten des Blues gut zur Geltung kamen, dargeboten von durch die Bank versierten bis außergewöhnlichen Musikern.
Angefangen vom gefühlvollen, ursprünglichen Delta Blues des Duos Prechtl & Straus, das das Festival eröffnete, gefolgt vom Groove Department, das mit traditionellen Blues-Nummern das Publikum begeisterte.
Die Stimmung weiter angeheizt hat „Wo samma?“, nicht zuletzt als prominent besetzte Lokalband mit Prellenkirchens Bürgermeister Johann Köck am Schlagzeug, Internist Helmut Szankovich und Arbeitsinspektor Wolfgang Haasz an den Gitarren sowie Fotograf Emmerich Mädl am Bass. Neben Rockklassikern der 60er und 70er Jahre entpuppte sich Sänger Kurt Fobich vor allem als perfekter Interpret von Kurt Ostbahn-Nummern. Absolutes Highlight des ersten Tages war aber das Trio Johnny Favourit. Frontman Günther Liebetegger alias Johnny behauptet von sich, „immer nur im fünften Gang wegzufahren“, und das tut er zumindest an seiner Gitarre: Highspeed-Rock´n´Roll, der die Zuhörer im wahrsten Sinn von den Bänken reißt. Dazu Bassist Francis Lirsch, der den Kontrabass wie ein Lasso schwingt und in allen (Lebens-)lagen an den Saiten reißt. Dagegen wirkte Drummer David Pernsteiner richtig cool.
Hervorragend auch die Gäste auf der Bühne, Martin Sedlinger an der Mundharmonika, Robert Michal als Sänger und die Saxophonistin Nina Dvorak.
Tag Zwei, der als Open Air in der Wiener Gasse über die Bühne ging, wurde durch „Guitars Only“ mit besten Hardrock-Klängen im Stile der Allmann Brothers und Led Zeppelin eröffnet: Blues in kräftigem Stromgitarren-Sound. Das steht den Mannen um Bandleader Walter Hof auch besser als poetisch-erzählende Bluesnummern, auch wenn seine Frau Susanne Hell dabei mit beachtlichen Stimmqualitäten aufhorchen lässt.
Highlight des Festivals war – zumindest für Freunde exquisiter Bluesmusik – der Auftritt des Quartetts Joachim Palden, Hermann Posch, Dani Gugolz und Peter Müller. Die vier heimischen Bluesgrößen von internationalem Rang sind in Bruck überhaupt erstmals gemeinsam aufgetreten und bewiesen, dass Blues weit mehr ist als melancholische Balladen aus dem Mississippi-Delta. „The Blues ist alright!“, verkündete Sänger und Gitarrist Posch lautstark. In ihrem knapp zwei Stunden dauernden Auftritt gaben die vier einander immer wieder die Möglichkeit, mit virtuosen Soli ihr Können zu demonstrieren.
Nach so viel Präzision schien es schwierig, noch etwas draufzusetzen. Dass dies G.G. King und seiner Bluesband gelang, lag nicht zuletzt am attraktiven Soundwechsel. Die drei Bläser des Ensembles, Martin Huber, Lukas Zimmer und Josef Fuchsberger, lieferten Bluesstandards in einem überraschend dichten Bigband-Sound.
(Otto Havelka / NÖN)

Tom Waits hat gestohlen…

TOM WAITS HAT GESTOHLEN…

… zumindest wenn es nach der Gruppe „Wia d’ Hund’ im Reg’n“ geht, und zwar „uralte Wienerlieder um diese dann einfach ins Englische zu übersetzten und dann damit berühmt zu werden!“ So die krude Theorie der 4 begnadeten Musiker, die in Bruck/Leitha in der American Bar TARO Sonntag abend stoppten, um ihrer Mission zu folgen. Die übrigens da wäre, wieder die „wienerischen Originale“ zu servieren – so wurde nicht das Lokal Ecke Hollywood-Boulvard/Vine Street besungen (Heartattack and Vine) sondern die „Kamara in Wean“, es wurde nicht auf der Virginia Avenue flaniert, sondern „Beim wüden Mo im Proda“ und statt mit Mathilda wurde endlich wieder mit dem „Veltlina“ getanzt – bis er mit uns getanzt hat.

Als Mischung zwischen Theaterstück – Musikcabaret – und Jazz/Blues Konzert zauberten Klaus Süß als „Franz Liszt“ an den Tasten, Daniel Klemmer als „Orient“ am Schlagzeug, Georg Seyr als „Ungara“ am Bass und Gitarre sowie Andreas Bankhofer („Gigi“) als Sänger, Blues-Saxophonist, sowie genialer Texter und Übersetzer, eine Wiener Stimmung („oba a Echte,  wie sie betonten) die der der Brucker/Bruckneudorfer gar nicht so fremd war,… kein Wunder, ist doch Bankhofer schon seit über 20 Jahren ein überzeugter Bruckneudorfer…

Wolfgang Stinauer, Bluesfriends Bruck

Hans Thessink – Impulse Neusiedl

HANS THESSINK LIVE IM HAUS IMPULSE NEUSIEDL

Der Großmeister betrat eher fast unbemerkt die Bühne, um gleich mit einem mitreißendem Stück Bluesgeschichte den Abend zu beginnen. Mit von der Party waren Insignizi, die mit ihrem Ethnosound sehr vie positives und spirituelles dazu beigetragen haben.

Fast meinte man sich auf den Baumwollfeldern inmitten der Arbeiter beim Pflücken der Baumwolle, als Hans den Song “Mississippi , down where the Blues is born” anstimmte. Eine sensationelle Version, fast 20 Minuten lang spürte man die Sonne über sich und hatte den Geruch der Baumwollsträucher in der Nase. Genial Hans an der Gitarre und stimmungsvoll interpretiert, was die Kollegen aus Amerika hier lieferten. Diese Nummer war für mich das Highlight des Abend.

Insgesamt hatte der charismatische Herr Thessink das Publikum von der ersten Minute auf seiner Seite. Er erzählte zwischen den Songs immer wieder von kleinen Erlebnissen und Geschichten, von seinen Reisen rund um den Globus. Seine fast stoische Ruhe wurde im Laufe des Konzerts auf alle übertragen, was man von seinem Pianisten Roland Guggenbichler nicht behaupten kann. Der fetzte in die Tasten, das einem der Mund offen blieb. Besonders seine Soli waren sehr intensiv und mit viel Energie vorgetragen.

Ich erwartete jetzt nicht ein Konzert, wo Stimmung pur angesagt war, eher ein kleines Konzertal bei dem die Leute bedächtig zuhörten.Die Stimmung eines Hans Thessink-Konzertes ist was besonderes. Er bringt dir die Geschichte des Blues in fast erzählender Weise näher…… bin gedanklich schon wieder auf den Baumwollfeldern…..

Danke für den wundervollen und stimmungsvollen Abend,  und bis um nächsten mal wenn es heißt….Mississippi, down where the Blues is born..

Thomas Bauer, Bluesfriends Bruck

Wienergassenblues 2011

ALLES BLUES

BRUCK / DIE Bluesstimme Österreichs, Reitende Noten, Rollende Steine Unplugged und die Marius Dobra Band am Freitag, ein pannonisch Behuteter, bebrillte Hunde, Big Daddy’s und bluesrockende Tiroler am Samstag boten Sensationelles für Aug und Ohr beim diesjährigen Brucker Bluesfestival.
Hier die Chronologie zweier außergewöhnlicher Abende. Begonnen haben beide – ganz abseits des Musikalischen gleich: mit Regentropfen, kühlem Wetter und der Entscheidung der Veranstalter: Ab auf den Hopfnbod‘n, ab ins Stadttheater! Wir finden: Gut war‘s!
Am Anfang stand die Band der ersten Wienergassen-Blues-Stunde: die Riding Notes reloaded mit Rockröhre Daniel Hajda und Keyboarder Mr. Taro, Gerald Straus, die mit ihrem neuen Programm quer durch alle Bluesstile die Stimmung anheizten.
Danach übernahmen die Brucker Versionen von Mick Jagger und Keith Richards, die Stones Unplugged, die mit bluesigen Songs der Rolling Stones aus den 60er- und 70er-Jahren echte Kassenschlager verbreiteten.
„In the name of Soul and Blues“ ging es weiter, mit dem Hauptact des Freitagabends, die Organisatoren Wolfgang Stinauer und Thomas Bauer präsentierten „die vielleicht stärkste Blues-Stimme Österreichs“, Meena Cryle. Flankiert vom Gitarristen Chris Fillmore zeigte Cryle große Gefühle zwischen Sehnsucht, Hingabe, Trauer und Ekstase.
Geschlossen wurde der Abend vom rumänisch-burgenländischen Marius Dobra, der kraftvollen Blues-Rock mit feinen Fusion-Einflüssen auf den Hopfnod‘n brachte.
Über Hunde, große Daddies  und Tiroler Heumilchkäse
Erster Programmpunkt am Samstagabend: Christian Prechtl, der Musiker aus der pannonischen Tiefebene, überzeugte mit hervorragendem Bottleneckspiel und seiner bluesigen, erdigen Stimme. Kein fades 3-Akkord- „Gehacke“. Prechtl, ein wahrer Könner seines Faches, seinem Publikum stets zugetan. Seine „Friends“ fanden sich nach und nach auf der Bühne zur Session ein, brachten das ehrwürdige Haus mit einer richtig eingesetzten Dosis Rock’n’Roll zum Köcheln. Guter Auftritt, Herr Prechtl und toller Hut!
Nummer 2 im Programm: „D`Hund im Regn“, die Formation um den Bruckneudorfer Andreas Bankhofer. Diesen Auftritt mit ein paar Zeilen zu beschreiben, geht lediglich auszugsweise. Bankhofer betritt saxspielend die Bühne in Begleitung zweier grimmig dreinschauender Herren, welche in schwarzen T-Shirts gewandet und sonnenbebrillt Herrn Bankhofer zu seinem Mikrofonständer begleiten, um anschließend am Bühnenrand statisch zu verweilen. Die Affinität, welche Bankhofer mit seinen hervorragenden Musikern zu Tom Waits pflegt, ist unüberhörbar, ohne jedoch kopiert zu wirken. Bankhofer singt in einer für alle Anwesenden verständlichen Sprache, dem Dialekt, er weiß damit umzugehen.
Die Ver- und Bekleidungen des Bandleaders sind Teil einer perfekten Inszenierung . Die Musik, eine Antithese an die musikalische Perfektion. Schräge Töne und trotzdem kein falscher dabei, der Genuss war auf unserer Seite. Ihr könnt auch kommen, wenn die Sonne scheint. Löst garantiert keine Hundeallergie aus. Zwei Acoustic-Gitarristen, einer sitzt links, einer rechts, in der Mitte er: Big Daddy Wilson samt Conga. Der in Deutschland lebende Musiker hatte von der ersten Minute an das Publikum an seiner Seite. Big Daddy Wilson spielte keinen wehleidigen Blues, er zelebrierte und genoss es, auf diesem Festival zu spielen. Die Gitarrenarbeit war meisterlich: Slide- und Leadgitarre wechselten mit Spielfreude ab. Mister Wilson ist ein Innovativer seines Genres, er fordert und gibt mehr zurück als man sich erhofft. Der Big Man hatte jedoch noch ein Ass im Ärmel, seinen Überraschungsgast: Mister Taro, Gerald Straus an den Tasten. Straus orgelte drei Stücke mit, als gäbe es kein Morgen mehr. Den gerechtfertigterweise geforderten Zugaberufen wurde gern nachgegeben. Big Gig Daddy, big Gig!
Als letzter Programmpunkt dann die Tiroler Band „Roadhouse“. Diese Formation bewies, dass ihr Bundesland mehr zu bieten hat als Heumilchkäse und die Inntalautobahn. Bluesrock von SRV, ZZ Top, Led Zeppelin u.s.w. wurden in einer für diese Musik klassischen 3er-Besetzung durch die Boxen gejagt. Ein würdiger Abschluss!
Die Organisation war perfekt, die Umbaupausen kurz, der Sound und das Licht ausgezeichnet. Ein tolles Team, die Leute von den Bluesfriends!

© 2011 Erwin Krammer & Tina Schmoranz / NÖN